Tu Gutes, und rede darüber

Bei all dem, was wir rund um die Mosticon vorbereiten, gibt es etwas, das uns besonders wichtig ist: das Neunerhaus.

Das Neunerhaus ist eine Wiener Organisation, die seit 1999 Menschen unterstützt, die obdachlos, wohnungslos oder akut armutsgefährdet sind. Es bietet nicht nur Wohnraum, sondern auch ein Umfeld, das Stabilität zurückgibt: betreute Wohnungen, Housing-First-Programme, Sozialberatung, eine allgemeinmedizinische und zahnärztliche Versorgung und sogar eine Tierarztpraxis, damit auch Menschen mit Haustieren Zugang zu medizinischer Hilfe haben.

Obdachlosigkeit hat viele Ursachen, und jede Geschichte ist anders. Manche Menschen geraten in Schwierigkeiten, weil mehrere Belastungen gleichzeitig zusammenkommen: psychischer Stress, Überforderung, gesundheitliche Probleme oder der Versuch, mit Alkohol oder anderen Mitteln das auszuhalten, was eigentlich zu groß geworden ist. Besonders in der offenen Obdachlosigkeit sieht man häufiger Männer – nicht, weil sie anfälliger wären, sondern weil sie oft später Hilfe suchen und Belastungen länger allein tragen.

Gerade deshalb ist ein soziales Netz so wichtig. Nicht als Luxus, sondern als etwas, das man anderen gönnen kann – und sich selbst genauso. Es kann der Unterschied sein zwischen „bis zum Hals in Problemen stehen“ und wirklich unterzugehen. Ein Netz, das hält, bevor alles kippt, macht mehr aus, als man oft merkt.

Warum wir darüber reden? Weil wir im Rahmen der Mosticon eine Tombola veranstalten, deren Erlös dem Neunerhaus zugutekommt. Bewusstsein ist wichtig, Unterstützung ebenso – und beides braucht Sichtbarkeit.

Wer mehr über das Neunerhaus erfahren möchte, findet hier einen weiterführenden Artikel:
https://franzmagazine.com/2018/11/05/dorthin-gehen-wo-es-weh-tut-neunerhaus-in-wien

Morgen folgt die Ankündigung zur Tombola und zur Zusammenarbeit mit den Künstlerinnen und Künstlern, die Preise gespendet haben.

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